Die Tech-Branche ist für Berufseinsteiger besonders interessant. Der Bereich wächst stark, ist abwechslungsreich und bietet viele neue Herausforderungen. Mark Bennett, Associate Director in Australien und Christian Schmit, Head of Technology bei Robert Half Deutschland erläutern, wie man Karriere in der Tech-Branche machen kann - auch ohne spezielle Fachkenntnisse.  Stellen Sie sich einen Hochschulabsolventen vor, der in die Arbeitswelt eintritt: Er ist vielleicht verunsichert, aufgeregt oder irgendwo dazwischen. Gibt es erste Karriereziele oder ist noch gar nicht klar, wohin es Sie treibt? Auf jeden Fall ist dies eine Zeit Veränderungen, in der Sie Interessen und Fähigkeiten auf eine spätere Beschäftigung hin ausrichten können.  Wonach auch immer Ihnen ist, eines ist sicher: Sie sind mit Technologie groß geworden. Von Smartphones, Instant Messaging und den Online-Handel bis hin zu künstlicher Intelligenz. Natürlich werden nicht alle von ihnen ein technologienahes Studium absolviert haben, aber das spielt keine Rolle. Als "Digital Natives" werden Sie in der Lage sein, moderne Technologien ohne große Hilfe zu übernehmen. Und der Technologiesektor braucht mehr als nur technische Fähigkeiten. 
Es gibt zwei Möglichkeiten für angehende Hochschulabsolventen, Karriere in der Tech-Branche zu machen.  Ihr Abschluss kann Ihnen Türen in Unternehmen öffnen. Wer erst einmal drin ist, kann sich dann in einem Unternehmen in eine bestimmte Richtung bewegen. Das ist oft einfacher. Mitarbeiter, die etwa im Reporting der Unternehmen tätig sind, kommen oft aus ganz unterschiedlichen Wirtschaftszweigen. In dieser Abteilung entwickeln Sie starke Beziehungen auf Arbeitsebene und bauen sich ein fundiertes Verständnis für bestimmte Tech-Plattformen des Unternehmens auf.  Sie sind in der Lage, die technischen und analytischen Elemente eines Unternehmens miteinander zu verbinden und diese gut auf andere zu übertragen. Ihre Fähigkeiten sind außerdem breit einsetzbar, vom Data Mining bis zur künstlichen Intelligenz; nicht jeder muss ein Programmierexperte sein.  Zweitens können Absolventen ein Praktikum im Technologiebereich antreten und sich in dieser Zeit auf das Sammeln neuer Eindrücke und vor allem von Wissen fokussieren. In dieser Zeit können auch hilfreiche Online-Zertifizierungen erworben werden, um das eigene Wissen und entsprechende Fähigkeiten zu festigen. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Vernetzung.   Arbeitgeber suchen nach smarten Experten mit einer breiten Palette an Wissen - Kommunikationsstil, Erfahrung im Projektmanagement, aber auch Neugier und Eigeninitiative sind gute Indikatoren für einen ambitionierten Berufseinsteiger.  Dazu können Sie auch etwas für die eigene Marke machen. Auf sozialen Kanälen oder in Podcast können Sie sich als Kapazität einer Branche präsentieren und dazu zeigen, dass Ihr Wissen echten Mehrwert schafft.  Unternehmen stellen oft aufgrund Ihres Potenzials ein, und ein Großteil davon basiert auf Einstellung und den Soft Skills. Wenn Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden, sei es für eine Stelle als Berufseinsteiger oder auch nur für ein Praktikum, sollten Sie sich folgendes Szenario vorstellen: Sie sitzen mit drei anderen Bewerbern im Bewerbungsgespräch. Das wird Ihnen helfen, über Ihre Stärken nachzudenken, welche Fähigkeiten Sie in die Stelle bereits mitbringen und warum Sie der beste Kandidat für eine Stelle sind. 
Technologie und Wirtschaft rücken immer näher zusammen. Dieser Trend eröffnet Hochschulabsolventen zahlreiche Möglichkeiten, die weit über technische Aufgaben hinausgehen. Unternehmen brauchen neben analytischen und kreativen Denkern auch starke Kommunikatoren. Unternehmen suchen vor allem auch Bewerber, die kulturell zu ihnen passen. Denn Fachwissen lässt sich erlernen, eine Persönlichkeit ist nur schwer veränderbar.  Wenn Hochschulabsolventen also darüber nachdenken, welche Wege es in die Tech-Branche gibt, stehen viele Optionen offen – mit oder technologiebezogenem Abschluss.  Mark Bennett ist seit 2007 als Personalvermittler im Technologiebereich tätig. Er begann seine Karriere in Großbritannien und ist seit 2012 im australischen Sydney tätig. Er selbst rekrutiert im Bereich Projektdienstleistungen, leitet aber auch das Tech-Team, das als Kollektiv in den Bereichen Projektdienstleistungen, Softwareentwicklung und -tests, Datentechnik sowie Infrastruktur und Sicherheit rekrutiert.   Christian Schmitz ist Head of Technology bei Robert Half Deutschland. Der Tech-Experte berät seit Jahren branchenübergreifend Unternehmen zu allen Aspekten der IT und ihrer Digitalisierungsprogramme mit Schwerpunkt Consulting und Personalgewinnung, darunter Weltmarktführer und DAX40-Unternehmen.