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half&hire – Der Podcast für Recruiting und HR

Im Podcast half&hire sprechen wir über das, was Unternehmen, Führungskräfte, HR-Verantwortliche und Talente heute bewegt: Recruiting, Fachkräftemangel, Leadership, Transformation, Technologie, New Work und People Experience. Unser Podcast beleuchtet Trends, Fragen und Entwicklungen strategisch, praxisnah und zukunftsgerichtet – mit Raum für neue Ideen, ehrliche Diskussionen und konkrete Learnings rund um die Zukunft der Arbeit.

Bewerbung, Gehalt, Zwischenzeugnis: Was Arbeitnehmer wissen sollten

In dieser Folge von „half&hire – Der Podcast für Recruiting & HR“ spricht Emine Yilmaz, Vice President Permanent Operations bei Robert Half, über die großen Arbeitnehmerfragen rund um Bewerbung, Gehalt, Weiterentwicklung und Kommunikation im Job. Sie erklärt, worauf es im Vorstellungsgespräch wirklich ankommt, warum Vorbereitung der Schlüssel zu einem erfolgreichen Bewerbungsprozess ist und weshalb offene, wertschätzende Kommunikation auch im bestehenden Arbeitsverhältnis entscheidend bleibt. 0:00 Am Ende Moritz geht es darum, dass das Unternehmen kein technisches Gerät einstellt, sondern einen Menschen. Und der Mensch ist immer das wertvollste gut im Unternehmen half and Hire der Podcast für Recruiting und HR von Robert half. 0:16 Herzlich Willkommen zu have and hr. Der Podcast für Recruiting und HR heute die große Arbeitnehmer Episode. Wir reden darüber, was ich machen kann, wenn ich ein Zwischenzeugnis brauche, wie ich um mehr Gehalt frage, die großen Fragen, die Arbeitnehmer befassen, dafür habe ich mich jemand eingeladen Emine jemals Vice President permanent Operations bei Robert Have emine schön, dass du da bist. Dankeschön für die Einladung Moritz, Wir springen mal gleich rein ins 0:40 Bewerberinterview. Die große Frage, die immer gestellt wird, ist, was motiviert sie, diesen Job anzunehmen, was ist denn in der Frage zu verstehen? Sehr spannend, gell? Also diese Frage ist ja extrem allgemein gehalten und verunsichert gleichzeitig Bewerber in den Gesprächen, aber bei der Frage geht es hauptsächlich darum, dass die Entscheidungsträger oder die Personaler einfach verstehen wollen, was treibt den Bewerber an, ne ist es die reine Karriere, die den Bewerber antreibt? Ne so eine Antwort beispielsweise wie ich will Karriere machen. 1:10 Das würde jetzt n Personaler nicht direkt erfüllen. Also das ist nicht das, was man da wirklich hören möchte, sondern was ist die intrinsische Motivation des Bewerbers, was macht den Bewerber glücklich, woran hat der Bewerber Spaß und da ist es wichtig, bei der Frage wirklich darauf einzugehen. 1:28 Was motiviert mich denn? Woran habe ich denn Spaß, wo sehe ich mich, wie möchte ich arbeiten, was macht mich glücklich, OK, und dann gleich danach folgt er auf die Frage erzählen Sie von sich, ist aber eine offene Frage, ist das ein Stolperstein, was sollten Bewerber beachten? Es ist kein Stolperstein, es geht nur darum, ob der Bewerber kurz und bündig zusammenfassen kann, wer er ist, was er kann und was er möchte. 1:54 Also um diese Punkte geht es letztendlich und da gibt es ja, kennst du den Elovator Pitch? Ja ja, also man steht sozusagen im Aufzug, lernt jemanden kennen und hat ja so circa 20 Sekunden Zeit sich vorzustellen und das sollten die Bewerber vor den Vorstellungsgesprächen ja sich selbst auch noch mal wirklich ausdenken, in 20 bis 30 Sekunden kurz zu erzählen, wer bin ich, was kann ich und was will ich am Ende. 2:18 Und sollte man dann auch so privat werden? Ja, meine Hobbys sind und ich mach, das ist das eher so förderlich oder ist das eher hinderlich? Ich find es schadet nicht, ich find es ist immer nur wichtig mit einem Taktgefühl voranzugehen, ne wenn ich ins Gespräch in ein professionelles Vorstellungsgespräch gehe. 2:35 Und direkt von meinen Hobbys erzähle. Dann würde das im ersten Moment vielleicht keinen Sinn machen, aber im Laufe des Gesprächs ergeben sich dann diese privaten Gespräche. Natürlich kann man kleine private Punkte einbauen, wenn man merkt, das Interesse ist da, denn die Gegenseite, sozusagen der Personaler oder der Entscheidungsträger, möchte auch wissen, mit welcher Person hab ich es zu tun, was was sind, was sind die Hobbys dieser Person, Wer steckt hinter dieser Person und n bisschen was kann man schon geben, aber jetzt nicht zu extrem im Detail aber n kleinen Einblick vielleicht. 3:05 Das Leben, beispielsweise wenn man Kinder hat, kann man auch erwähnen. Ich habe 2 Kinder, ich gehe gerne zum Schwimmen mit den Kindern oder Ähnliches, ein kleiner Einblick, so dass der der Personaler versteht, wer steckt denn eigentlich dahinter, weil am Ende Moritz geht es darum, dass das Unternehmen kein technisches Gerät einstellt, sondern einen Menschen und der Mensch ist immer das wertvollste gut im Unternehmen und da ist so ein gewisses Interesse natürlich ja berechtigt und auch schön. 3:33 Und dann noch so ne Hammer frage die immer kommt. Wo sehen Sie sich in 5 Jahren, was sag ich darauf? Ja bei dieser Frage geht es gar nicht um einen konkreten Plan, dass man sagt, OK, nächstes Jahr wird das passieren, übernächstes Jahr wird das passieren und so weiter sondern der Personaler will in dem Moment verstehen, hat die Person langfristige Ziele, gibt es Perspektiven, hat die Person Visionen. 3:59 Wo, wo die Person hin möchte, darum geht es bei dem Fünfjahresplan und nicht um um einen ganz starren Finanzplan oder ähnliches. Das ist immer so ne Frage, die dann immer gestellt wird, ja, wo sind sie sich in 5 Jahren und dann ist immer so. 4:12 Ja, was soll ich jetzt sagen? Ich bin im Unternehmen, ich bin glücklich, will Karriere machen, also man soll schon dabei bleiben, dass man einfach sagt, ich möchte mich weiterentwickeln, ich bin lernbereit und ich bin bereit dazu, meinen Anteil dazu beizutragen, dass es dem Unternehmen gut geht, so diese Dinge, oder genau also man sollte in erster Linie natürlich ehrlich sein, ne, aber wichtiger ist eben, über diese Dinge zu sprechen, gerade im ersten Gespräch. 4:36 Wirklich auch zu betonen in der Hinsicht beispielsweise Weiterbildungen, dass man sich ja weiterentwickeln möchte, dass man ne ne Unterstützung, also dass wenn man sagt, ich möchte mich weiterentwickeln, geht ja auch ganz klar die Message durch, Bitte unterstützt mich als Unternehmen dabei, meinen Weg zu verfolgen, ne um solche Themen geht es dabei. 4:58 Eine ganz wichtige Frage ist, wo bringe ich denn im Bewerbungsprozess die Gehaltsfrage an? Hallo, mein Name ist, ich hätte gern 150000€, vielleicht vielleicht ein bisschen früh, aber weißt du was ich meine, wann sagt man im Bewerbungsprozess wieviel ich verdienen möchte? Ja wenn du es so machst wie du es gesagt hast, wird der Prozess nicht lange dauern, wahrscheinlich wo bringt man es ein auch wieder mit Taktgefühl ich sag immer es ist wichtig sanft zu kommunizieren ne normalerweise kommt das Thema Gehalt. 5:22 Von von der Personalerseite beziehungsweise von den Ansprechpartnern, wenn dieses Thema im ersten Gespräch gar nicht angeschnitten wird, würde ich es auch ehrlich gesagt nicht anschneiden und dann im zweiten Gespräch kommunizieren. Im Laufe des Gesprächs, gerade wenn man über Aufgaben gesprochen hat, über den Verantwortungsbereich gesprochen hat, kann man es sanft in das Thema Gehalt natürlich übergehen und ein großes Thema natürlich die Körpersprache und wenn ich gerade sitze, wenn ich. 5:49 Was zieh ich an zum Bewerbungsgespräch, also wie sehr entscheidet die Körpersprache darüber, ob ich einen Job bekomme oder nicht? Ja, das ist schon ein ein sehr wichtiger.in den Bewerbungsgesprächen, dass man grundsätzlich ne Offenheit zeigt. 6:02 Dass man im Gespräch lächelt, dass man zeigt, man fühlt sich wohl. Ne, wenn ich jetzt ne ganz verschlossene Körperhaltung habe, signalisiere ich auch, ich fühle mich nicht wohl, mein Ansprechpartner kann mich gerade nicht abholen und da ist die Körpersprache natürlich wichtig beim Betreten des Raumes n fester fester Händedruck, sich hinsetzen, ne offene Körperhaltung, lächeln, Blickkontakt halten, diese Dinge sollte man fokussieren im Gespräch, ja. 6:29 Was aus deiner Erfahrung als Personalberaterin? Was sind die größten bewerbungs Fehler im Bewerbungsprozess, die du siehst, die man leicht vermeiden könnte? Der größte Fehler tatsächlich ist meiner Meinung nach, dass man unvorbereitet ist und da empfehle ich wirklich jedem Bewerber, sich mit dem Unternehmen zu beschäftigen, bevor er ins Gespräch geht, bedeutet die Homepage anschauen die Stellenbeschreibung noch mal lesen. N ganz wichtiger Tipp was ich meinen Bewerbern über die Jahre immer mitgegeben habe ist 6:56 nehmen Sie die Stellenanzeige, nehmen Sie ihren Lebenslauf und markieren Sie die Punkte, wo die Überschneidungen sind ne und so kann man dann auf diese Punkte natürlich stärker eingehen und das Unternehmen sieht ganz genau, wo sind die Schnittpunkte zwischen Bewerber und Unternehmen, also die klassische Vorbereitung auf das Unternehmen, wie zum Beispiel auch auf Social Media nach Kommentaren schauen, nach Bewertungen schauen und einfach ein bisschen mit dem Unternehmen sich identifizieren, schon mal vor dem Gespräch. 7:22 Ein ganz, ganz großer weiterer Punkt ist, dass man wirklich aufpassen muss, dass man nicht negativ über den vorherigen Arbeitgeber spricht. Man kann natürlich, wenn man danach gefragt wird, Punkte erwähnen, wie was man aus der Vergangenheit gelernt hat und wo, worauf man sich jetzt konzentrieren möchte oder worauf man mehr achten möchte beim zukünftigen Arbeitgeber, aber ich empfehle ganz dringend, wirklich nicht negativ über den vorherigen Arbeitgeber zu sprechen. 7:47 Dann kommt es natürlich auch hinzu, dass Personaler natürlich manchmal ja nicht kritische, aber provokante Fragen stellen. Und da würde ich auch wirklich empfehlen, selbstbewusst aufzutreten, auch bei kritischen Fragen selbstbewusst zu antworten und nicht in die defensive Kommunikation zu gehen. Und jetzt ist der Bewerbungsprozess abgeschlossen. 8:06 Und man hat sich gut geschlagen. Und dann herrscht Funkstille. Wann sollte ich mich denn als Bewerber zurückmelden, nach 2 Wochen, nach 3 Wochen, nach 4 Wochen, wann ist denn angemessene Zeit mal nachzufragen wie es aussieht? Also ich finde es erstmal sehr schön, wenn ein Bewerber sich zurückmeldet, es zeigt natürlich auch wiederum Interesse. Nach dem Vorstellungsgespräch empfehle ich ja vielleicht am nächsten Tag eine kleine Dankesmail zu schreiben, ohne jetzt nach Feedback zu fragen, das wäre ein bisschen zu schnell, man braucht immer ein bisschen Zeit, um das Gespräch zu verarbeiten, aber wenn man dann wieder nichts hört, kann man schon so nach 10 bis 12 Tagen kommt. 8:36 Kurz nachfragen, ganz sanft mit Taktgefühl, dass man fragt ja ob, ob es bereits ein Feedback gibt, wie der aktuelle Stand ist. Und so wird man dann im Normalfall auf jeden Fall ein Feedback bekommen. Und jetzt bin ich im Unternehmen schon eine ganze Weile dabei. 8:51 Um das große Thema Zwischenzeugnis steht an. Wann ist es eigentlich sinnvoll, ein Zwischenzeugnis anzufragen und was sollte man beachten? Das Zwischenzeugnis kann eigentlich immer angefragt werden, also ein Zwischenzeugnis ist es absolut nichts Schlimmes oder Verwerfliches, wichtig ist, dass man transparent kommuniziert, ne, wenn man jetzt gerade aus einem sehr negativen Gespräch rausgeht und nach einem Zwischenzeugnis fragt, wirkt es natürlich ein bisschen oder verunsichert es vielleicht den vorher Vorgesetzten nach einem Zwischenzeugnis würde ich zum Beispiel immer fragen, wenn es einen Positionswechsel gibt, wenn man gewisse Weiterbildungen gemacht. 9:21 Hat, wenn sich was verändert hat, kann man nach einem Zwischenzeugnis fragen. Aber immer schön mit Taktgefühl und transparent auch kommunizieren, wofür man das Zwischenzeugnis benötigt. Was gibt es für für Gründe, warum es ein Zwischenzeugnis braucht, zum Beispiel wenn es einen Vorgesetztenwechsel gibt oder wenn sich die Position ändert, wenn man befördert wird, beispielsweise also bei einer Veränderung beim Arbeitgeber, manchmal ist es auch, wenn man darüber nachdenkt, das Unternehmen zu verlassen und. 9:49 Man kann mit dem Vorgesetzten auch offen kommunizieren, ne und wenn man dieses Level erreicht hat, dass man offen kommunizieren kann, kann man auch bei dem Punkt dann nach dem Zwischenzeugnis Fragen. Aber gerade bei einer Veränderung im Job, bei einer Veränderung in der Position kann man das machen, hast einen spannenden Punkt angesprochen, ich bekomme mehr Verantwortung, aber nicht mehr Gehalt, wie gehe ich vor um das quasi. 10:12 Ins Richtige, ins richtige Lot zu setzen, ja, muss man offen ansprechen. Ich bin mal ein Freund von von offener Kommunikation, von transparenter Kommunikation, wenn das Unternehmen natürlich mehr Aufgaben, mehr Verantwortung gibt, kann man das Thema natürlich auch auch ganz klar ansprechen, alles sanft, ganz sanft, und wenn das Unternehmen sagt, heute jetzt kein Budget, im nächsten Jahr geht nichts, gibt es da Argumente, das anzuführen, zu sagen, Moment mal. 10:38 Aber dennoch ist eine Gehaltserhöhung gerechtfertigt. Klar, wenn man mehr Aufgaben übernimmt, wenn man mehr Verantwortung übernimmt, möchte man das ja auch, natürlich, ja sozusagen in Anführungsstrichen bezahlt haben, man muss das Unternehmen verstehen, ne, man kann ja auch fragen und wenn dann diese Antwort kommt, wir haben kein Budget, dieses Jahr können wir nichts mehr machen oder ähnliches kann man. 10:58 Hinterfragen warum ist ja auch mein Recht als Arbeitnehmerin zu verstehen, warum das nicht geht, aber dann kann man direkt in die Kommunikation wieder gehen und fragen so wann wäre es denn wieder möglich, was müsste denn passieren, womit hängt es zusammen, hängt es, hängt es am Unternehmen oder möchte das Unternehmen erst mal meine Leistung sehen und dann kann man Zielvereinbarungen treffen, gibt es die Chance nach dem Bewerbungsgespräch noch das Gehalt nachzuverhandeln? Ja wirkt nicht ganz sympathisch, ne wirkt nicht ganz sympathisch. 11:26 Wenn man über einen Personaldienstleister geht, dann kann man mit dem Personaldienstleister ganz offen darüber sprechen. Der Personaldienstleister ist ja immer ganz offen, was ist das Budget, was ist machbar, was ist nicht machbar, macht es Sinn, noch mal in die Verhandlung zu gehen, in die Nachverhandlung, wenn ich jetzt das direkte Gespräch mit dem Kunden führe, man kann es ansprechen, leicht ansprechen ist. 11:47 Ich finde es nicht so schön, im Nachgang noch mal in die Nachverhandlung zu gehen. Deswegen ist es, wie ich am Anfang gesagt habe, die Vorbereitung ist ganz, ganz wichtig und gerade beim Thema Gehalt keine Unsicherheit zu zeigen, sondern wirklich zu zeigen, was möchte ich Emine vielen Dank für die spannenden Insights zur großen Arbeitnehmer Episode das war half and HR. Der Podcast für Recruiting und HR. Vielen Dank fürs Zusehen und zuhören auf allen Kanälen vielen Dank und bis zum nächsten Mal Tschüss.

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