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Zukunftsrisiken für Führungskräfte: Warum ein effektives Talentmanagement entscheidend ist

Mitarbeiterbindung Artikel Management-Tipps Management und Leadership
Eine neue Umfrage unseres Schwesterunternehmens Protiviti zeigt die größten Risiken für Unternehmen auf. Eines der zentralen Themen? Herausforderungen im Talentmanagement. Philipp Weingart, Managing Director Strategic Accounts bei Robert Half, erklärt, wie Führungskräfte diese Risiken in Chancen verwandeln können. „Mitarbeiterbindung ist in diesem Marktumfeld eine der großen Herausforderungen – gerade in wettbewerbsintensiven Branchen und Regionen. Aktives Talentmanagement ist an dieser Stelle ein wesentlicher Grundpfeiler. Deshalb konzentrieren wir uns auf die aktive Förderung von Kompetenzen, Investitionen in Weiterbildung und flexible, auf die Bedürfnisse der Belegschaft zugeschnittene Zusatzleistungen.“ Das ist ein Zitat eines CFOs aus der Energiebranche in Protivitis „Executive Perspectives on Top Risks 2025“. Es ist mehr als ein Fingerzeig dessen, was Führungskräfte 2025 bewegt.  Der Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft (IWD) hat hierzu Zahlen erhoben. Seit mehr als zehn Jahren bewegt sich die Fluktuationsrate in Deutschland bei mehr als 30 Prozent, lediglich in der Corona-Zeit befand sie sich kurzzeitig unterhalb von 29,8 Prozent. Derzeit ist sie wieder über 33 Prozent, der langfristige Trend weist darauf hin, dass sich diese Rate eher 35 anstatt 30 Prozent in den kommenden Jahren annähern wird. Kurzum: Mehr als jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland wechselt innerhalb eines Jahres das Anstellungsverhältnis.  Das ist kein typisches deutsches Phänomen, sondern ein  Abbild der Situation, vor der Entscheider weltweit stehen. Die von Protiviti befragten 1215 Vorstandsmitglieder und C-Level-Führungskräfte bestätigen diese wachsende Bedeutung von Talentgewinnung, -entwicklung und -bindung. 

Wie Talentmanagement zum Wettbewerbsvorteil wird

Wie können Unternehmen Talente anziehen, entwickeln und langfristig binden? Erfolgreiche Unternehmen haben eine klare Strategie, um ihr Talentmanagement erfolgreich zu gestalten. Sie sind besonders gut darin, Stärken zu identifizieren. Sie wissen, welche Vorteile sie bieten und wie sie sich entsprechend vom Wettbewerb abheben können.  Dabei gehören Angebote für hybrides Arbeiten, um den Talentpool unabhängig der Region deutlich auszuweiten, bereits zum Standard. Künftig werden wir verstärkt Angebote in Weiterbildungsmaßnahmen wie künstlicher Intelligenz (KI) sehen, die von Arbeitnehmern zudem immer häufiger nachgefragt werden. Smarte Unternehmen haben vor allem ein Gespür dafür, was Arbeitnehmer wollen und schaffen sodann frühzeitig passgenaue Angebote.  Fachkräfte suchen ihre Anstellung nach Höhe des Gehaltes aus, das bleibt das Hauptargument für den Antritt einer Stelle. Aber die Zeiten haben sich gewandelt. Denn auch Arbeitnehmer gehen sehenden Auges durch die Welt und erkennen, dass ihre nachgefragten Fähigkeiten von heute die Automatisierung von morgen sein könnten. Darum wollen sie sich im Job weiterbilden und in sich und ihre Karriere investieren. Arbeitgeber, die das bieten können, stehen aus diesem Grund hoch im Kurs.  Unternehmen, die ein funktionales und transparentes Talentmanagement vorhalten, sind für potenzielle Arbeitnehmer greifbarer und somit attraktiver.   

Talentmanagement braucht Führung und Kommunikation

Unternehmen sind heute besser auf den technologischen Wandel vorbereitet als noch vor 5 Jahren. Gerade die Erfahrungen aus der COVID-19-Pandemie haben Unternehmen widerstandsfähiger gemacht, insbesondere im Hinblick auf Technologieplattformen, Lieferketten und Märkte. Heute geht es Arbeitnehmern vor allem darum, dass das Unternehmen einen klaren Zukunftskurs hat und in aller Klarheit vermitteln kann, welche Rolle der einzelne Mitarbeiter heute und in Zukunft spielen kann.  Führung ist heute komplexer als in den Jahren zuvor. Hybride Arbeitsmodelle sind für sie nicht nur ein Segen. Denn Haufe hat sich beispielsweise genau das angesehen: 61 Prozent der befragten Führungskräfte geben an, dass ihre Arbeitsbelastung durch Remote Work gestiegen sei. 50 Prozent fühlen sich überarbeitet und 38 Prozent erschöpft.  Führungskräfte müssen also neue Wege finden, um Teams effektiv zu verbinden und Kreativität zu fördern. Zudem ist der Austausch innerhalb des Unternehmens wichtiger denn je. Informationen fließen schneller zwischen Teams und Hierarchieebenen, was dazu führt, dass mehr Stimmen in Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Talentmanagement als Erfolgsfaktor für Unternehmen

In der heutigen Arbeitswelt müssen Unternehmen mehr tun, um die besten Talente zu gewinnen und zu halten. Ihr Erfolg hängt maßgeblich davon ab, wie stark sie in Talententwicklung investieren und wie gut sie ihre Teams durch Innovationsprojekte führen. Investitionen in Weiterbildung, Kompetenzaufbau und flexible Benefits sind essenziell – nicht nur, um Bewerbern Sicherheit zu bieten, sondern auch, um Führungskräfte auf die Zukunft vorzubereiten. Eine starke Talentmanagement-Strategie hilft Unternehmen, Risiken in Chancen zu verwandeln und langfristig erfolgreich zu bleiben.

Mehr über Protiviti Top Risks

Die jährliche Protiviti Top Risks Survey liefert wertvolle Einblicke in die drängendsten Herausforderungen für Unternehmen. Diese Erkenntnisse unterstützen Unternehmen bei der strategischen Planung und im Risikomanagement.  Bildquelle: skynesher@istock

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