Daten, Innovation und Technologie treiben neue und aufstrebende C-Suite-Rollen voran. Gerade der disruptive Charakter neuer Technologien sorgt dafür, dass bestimmte Positionen weiter aufgewertet werden könnten. Florian Kreuzwirth, Regional Managing Director Executive Search bei Robert Half, schreibt über diese Positionen und warum sie an Bedeutung gewinnen.
Fünf Rollen, die die C-Suite der Zukunft prägen
Chief Transformation Officer (CTRO)
Steuert Disruption, richtet Strategie und Belegschaft neu aus und treibt Transformation in Zeiten des Wandels. Gefragt sind Kompetenzen in Turnaround-Management, Restrukturierung, digitaler Transformation, Workforce-Strategien und Krisenbewältigung.
Chief Technology Officer (CTO)
Vom Unterstützer zum Wachstumstreiber: Der CTO entwickelt sich zum zentralen Motor für Wettbewerbsfähigkeit und Agilität. Er fördert Innovation, steigert Effizienz mit KI, Automatisierung und Machine Learning und verbessert die Kundenerfahrung durch intuitive digitale Lösungen.
Chief Communications Officer (CCO)
Übersetzt Transformationsprogramme in klare und überzeugende Botschaften. Der CCO stärkt Vertrauen, Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit – sowohl innerhalb des Unternehmens als auch nach außen. Besonders global agierende Firmen brauchen CCOs, die Botschaften für unterschiedliche Märkte anpassen und zugleich soziale, politische und shareholder-bezogene Erwartungen managen.
Chief Marketing Officer (CMO)
Bis 2035 wird der CMO sowohl Markenwächter als auch Wachstumstreiber sein. Entscheidend ist die Fähigkeit, Kreativität mit wirtschaftlichem Denken, Empathie mit Daten und Innovation mit Compliance zu verbinden – für wirklich kundenzentrierte Organisationen.
Chief Human Resources Officer (CHRO)
Verbindet die Workforce-Strategie mit den Unternehmenszielen. Der CHRO sorgt dafür, dass die richtigen Fähigkeiten vorhanden sind, um Innovation, Resilienz und Profitabilität zu sichern. Sein Einfluss reicht von Personalfragen bis zu Investitions- und Risikoentscheidungen. Die Zukunft der Arbeit wird dabei auf eine Mischung aus Festanstellungen, Projekten, temporären und freiberuflichen Modellen setzen.
Wo Entscheider ansetzen sollten
Digitale und personelle Transformation sind eng miteinander verwoben. Zukünftige Führung erfordert sowohl technisches Fachwissen – etwa zu KI oder Risikomanagement – als auch die Fähigkeit, Menschen zu inspirieren, zu kommunizieren und resiliente Kulturen aufzubauen.
Das bedeutet für Unternehmen:
Führungslücken identifizieren und fehlende Kompetenzen am Top-Tisch erkennen.Nachfolgeplanung beschleunigen, insbesondere für CTO, CHRO und CCO.In digitale und menschliche Skills investieren und Technologie-Expertise mit Empathie, Kommunikation und Resilienz koppeln.Wissenstransfer priorisieren, etwa durch Mentoring, Reverse Mentoring und die Sicherung institutionellen Know-hows.
Technologie ist der Auslöser, aber Transformation geschieht durch Menschen. Die nächste Dekade belohnt jene Unternehmen, die ihre C-Suite schon heute neu gestalten.